Islam

Mit Ägypten assoziiert man auf Anhieb Pyramiden und Pharaonen. Die altägyptische Kultur ist ohne Frage eine, die viele Menschen begeistert und in ihren Bann zieht. Dennoch weist Ägypten auch eine andere Seite auf. Kulturell bestimmend ist heute ohne Frage die islamische Religion. Mit Wüstenromantik wiederum wird das Leben der Beduinen verbunden.

Die Rolle des Islam in Ägypten


Die Zeiten, in denen das Christentum in Ägypten am stärksten verbreitet war, sind lange vorüber. Der islamische Glaube ist im heutigen Ägypten Staatsreligion und hat Auswirkungen auf das alltägliche Leben. Gläubige Ägypter üben die täglichen Gebete aus, fasten während des Ramadans und Frauen und Mädchen tragen, insbesondere seit den letzten beiden Jahrzehnten, das Kopftuch. Zwar trifft man in Ägypten mittlerweile oft auch den Gesichtsschleier an - dieser war in früheren Jahren in Ägypten aber eher unbekannt und sorgt auch heute noch für Diskussionen.

Als europäischer Tourist sollte man der Religion der Ägypter Respekt entgegenbringen. Am besten funktioniert das, wenn man sich außerhalb der Touristenzentren angemessen kleidet und keine Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit austauscht. Angemessen ist Kleidung von Touristen immer dann, wenn auch Schultern und Beine verdeckt sind. Das gilt übrigens nicht nur für Frauen sondern auch für Männer. Die Ägypter sind ein sehr gastfreundliches Volk, das gern bereit ist, Besuchern zu helfen und ihnen ihr Land näher zu bringen. Respektvolles Verhalten sollte im Umkehrschluss auch für Touristen eine Selbstverständlichkeit sein.

Ägypten – Land der Beduinen


Beduinen sind Nomaden, die in der modernen Welt immer mehr an der Ausübung ihres traditionellen Lebens behindert werden. In heutiger Zeit bleibt schlichtweg wenig Raum für das nomadenhafte Leben und die damit verbundene Viehzucht. Ägyptenurlauber, die Beduinendörfer besuchen, können heute einen begrenzten Einblick in die Kultur der Wüstenbewohner gewinnen. Die Kleidung der Beduinen ist dabei ein Detail, das äußerst authentisch ist. Die langen dunklen Gewänder und die Kopftücher schützen vor Sonneneinstrahlung sowie Sandstürmen und ermöglichen gleichzeitig die religiös motivierte Verhüllung nackter Haut.