Die Kopten

Der Tourismus ist für Ägypten eine wichtige Einnahmequelle. Aber nicht nur aus diesem Grunde gehören die Ägypter zu den freundlichsten Gastgebern: Vielmehr ist die Gastfreundschaft religiös beeinflusst und somit eine Selbstverständlichkeit im muslimischen Ägypten. Der Umgang mit religiösen Minderheiten im eigenen Land erweist sich dennoch häufig als schwierig, sodass es auch im relativ liberalen Ägypten zu religiös und kulturell bedingten Spannungen kommen kann.

Religiöse Minderheit in Ägypten: Die Kopten


Der Islam ist in Ägypten die Staatsreligion, dennoch gibt es in Ägypten auch Personen, die einer anderen Religion angehören. Insbesondere die Kopten, die Christen Ägyptens, sind eine bedeutende religiöse Minderheit, die allerdings immer noch einer Diskriminierung durch die Mehrheitsgesellschaft ausgesetzt ist.

Interessant ist die ägyptische Minderheit der Kopten insbesondere aufgrund ihrer Geschichte und ihrer Sprache: Die Kopten können als die Nachfahren der Altägypter betrachtet werden. Die koptische Sprache wird zwar heute nicht mehr im Alltag verwendet, als Sakralsprache lebt sie aber in den Gottesdiensten der Kopten weiter. Geschrieben wurde das Koptische in einer eigenen Schrift. Da das koptische Alphabet allerdings vom Griechischen hergeleitet wurde, können zumindest einige Buchstaben auch relativ gut von Europäern entziffert werden.


Ägyptische Gastfreundschaft


Ägypten ist für seine Gastfreundschaft bekannt – nicht zuletzt der Islam, der Gastfreundschaft als eine Tugend betrachtet – ist hierfür verantwortlich. Die Großzügigkeit der Ägypter sollte man als Tourist nicht ausnutzen, in einem verträglichen Maße aber annehmen, um den Gastgeber nicht zu beleidigen. Die ägyptische Gastfreundschaft ist zwar schwer zu überbieten, das bedeutet aber nicht, dass beim Feilschen auf Basaren Touristen Sonderkonditionen gewährt bekommen. Ausschlaggebend ist Verhandlungsgeschick – Ägypter selbst sind darin gut geübt, als Tourist muss man sich an diese Sitte gewöhnen. Zu früh sollte man dabei nicht aufgeben – gute Preise lassen sich auch von Touristen erzielen, wenn sie am Ball bleiben.