Feste
Reichhaltige Festkultur
Ecuador unterlag lange dem Einfluss der Spanier – viele Sitten und Gebräuche sowie auch die Religion haben die Einheimischen dabei von den Europäern übernommen. Dennoch pflegen die Ecuadorianer auch heute noch ihre eigenen Sitten – und wenn sie manchmal einfach nur christlichen Bräuchen den eigenen Schliff verleihen.
Ecuadorianische Feste
Während Ihrer Erlebnisreisen durch Ecuador werden Sie merken, dass das Land stark christlich durch die Kolonialzeit geprägt, was sich auch an den ecuadorianischen Feiertagen zeigt: Auch in Ecuador werden Weihnachten, Karfreitag und Allerseelen gefeiert. Dabei begehen die Einwohner Ecuadors die christlichen Feste zum Teil aber ganz anders als wir Europäer. An Allerseelen zum Beispiel geht es äußerst lebendig zu. Die Ecuadorianer gedenken ihrer Verstorbenen, indem sie am Día de los Difuntos auf den Friedhöfen feiern. Zu diesem Zweck werden Speis und Trank sowie Blumenschmuck zu den Ruhestätten der Verwandten gebracht. Die Familien lassen sich an den Gräbern nieder und beziehen auf diese ganz besondere Art und Weise die Toten wieder in ihr Leben mit ein. Der Trubel auf den Friedhöfen ist dabei für Europäer erst einmal ungewöhnlich anzuschauen, den Toten auf diese Art und Weise fröhlich nahe zu sein hat aber auch für ausländische Beobachter eine tröstliche Facette.
Die Ecuadorianer und die Meerschweinchen
Weitaus gewöhnungsbedürftiger als der fröhliche und bunte Día de los Difuntos ist für Touristen sicherlich das Verhältnis, das Ecuadorianer zu Meerschweinchen pflegen. In dem südamerikanischen Land werden die putzigen Gesellen nicht als kuschlige Haustiere betrachtet, sondern als ein schmackhafter Protein- und Eiweißlieferant. Man darf sich dementsprechend nicht erschrecken, wenn man einmal ein aufgespießtes und gegrilltes Meerschweinchen erblickt. Insbesondere die bäuerliche Bevölkerung züchtet die kleinen Tiere, um sich mit Fleisch zu versorgen. Meerschweinchen sind dabei sehr genügsam – sie werden mit dem gefüttert, was in der Küche übrig bleibt. Und die Ecuadorianer meinen es beim Füttern häufig sehr gut – nicht ganz ohne Hintergedanken werden die kleinen Tiere stark gemästet, sodass sich eine Schlachtung zum späteren Zeitpunkt besonders lohnt.
