Trolle und Elfen
Die Natur Islands sucht nicht nur auf der ganzen Welt Ihresgleichen, sie ist auch Quelle einer lebendigen Kultur, die voller Fantasie und viel Herzlichkeit steckt. Fantasie zeigen die Isländer insbesondere dann, wenn es um mythologische Wesen geht. Herzlichkeit und Freude auf den bevorstehenden Sommer prägen das isländische Fest Sumardagurinn fyrsti.
Im Land der Elfen und Trolle
Der Großteil der Bevölkerung Islands gehört der Isländischen Staatskirche, einer evangelisch-lutherischen Kirche, an. Viele Isländer hält das aber nicht davon ab, an Elfen, Trolle und andere mythologische Wesen zu glauben. Die Naturgeister werden von den Isländern liebevoll „das versteckte Volk“ genannt – ein Name, der bereits verrät, dass sich die Naturwesen nur äußerst selten (und dann wahrscheinlich nur Isländern) zeigen. Generell glauben die Isländer aber eher daran, von dem unsichtbaren Volk indirekt umringt zu werden, etwa dann, wenn sie durch Bauvorhaben oder durch den Umzug in eine neue Wohnung die Naturgeister und auch die Geister der Verstorbenen stören.
Seinen Ursprung hat der Glaube an Naturgeister in der nordischen Mythologie. Während die Isländer in Eintracht mit den Naturgeistern leben, haben die versteckten Wesen zahlreiche Phantasy-Autoren und -regisseure zu fantasievollen Storys inspiriert, in denen eine Portion Action, Grusel und Spannung nicht fehlen darf.
Sumardagurinn fyrsti – endlich ist Sommer!
Der isländische Winter ist sehr lang – es verwundert also kaum, dass sich in Island ein Fest etabliert hat, das dem Beginn des Sommers gewidmet ist. Sumardagurinn fyrsti wird immer Ende April gefeiert und stellt eine gute Gelegenheit dar, sich auf die etwas wärmere Jahreszeit in Island einzustellen. Wärme gibt es am Sumardagurinn fyrsti zwar nicht unbedingt in der Natur – im März werden oft nur Temperaturen knapp über null Grad erreicht – dafür aber umso mehr in den Herzen der Isländer. Geschenke, insbesondere an Kinder, gehören zum Sumardagurinn fyrsti einfach dazu. Genauso wie der aufrichtige Dank an seine Lieben dafür, dass man den Winter gut miteinander verbracht hat.
