Religion und Glaube

Spanien ist ein katholisches Land. Das wird nicht nur an einzelnen beeindruckenden Gebäuden wie der Kirche Santa Maria la Real de La Almudena in Madrid deutlich, sondern auch durch lebendige religiös motivierte Feste und Bräuche.

Die Spanier und ihr Glaube


In Spanien leben zu über 90 Prozent Katholiken. Zwar geht auch auf der Iberischen Halbinsel der Einfluss der Kirche immer mehr zurück, dennoch zeugen lebendige Sitten und Feste davon, dass die Spanier immer noch eine ganz besondere Verbindung zu ihrem Glauben haben. Eine wichtige Rolle spielt der Wahlfahrtsort Santiago de Compostela, zu dem Katholiken seit dem Mittelalter über den Jakobsweg pilgern. In den letzten Jahren haben viele Menschen den Jakobsweg wieder für sich entdeckt – nicht nur überzeugte Katholiken gehen ihn, auch Menschen, die in hektischer Zeit einfach nach Ruhe und Besinnung suchen, machen sich auf den Weg.

Das Christentum ist nicht die einzige Religion, die in Spanien eine Rolle spielt. Aufgrund dessen, dass die Marokkaner die zweitgrößte Einwanderungsgruppe Spaniens darstellen, hat auch der Islam an Bedeutung gewonnen. Dennoch stellt der Islam zusammen mit anderen Religionen nur einen sehr geringen Prozentsatz dar – Spanien ist nach wie vor ein katholisch geprägtes Land.

Religiöse spanische Feste


Die Verbundenheit zum christlichen Glauben kann man in Spanien auch anhand vieler Feste erkennen. Der Tag der Heiligen drei Könige beispielsweise wird in Spanien am 6. Januar begangen – und das ganz anders als bei uns. Am Abend vor dem Feiertag finden Prozessionen statt und die Spanier backen Roscón de Reyes, einen Festtagskuchen, in dem eine eingebackene Bohne und eine Porzellanfigur versteckt sind. Der Gast, der das Kuchenstück mit der Figur bekommt, wird als König besonders verwöhnt, während derjenige, der die Bohne erhält, der Tradition nach den Kuchen bezahlen muss. Auch ist der Tag der Heiligen drei Könige der Festtag, an dem die Weihnachtsbescherung stattfindet - der 24. Dezember wird in Spanien ruhiger gefeiert.