Sprachen

Spanische Sprachenvielfalt


Ganz egal, welche Region Spaniens man besucht: Auf unterschiedlichste kulturelle Einflüsse wird man überall treffen. Insbesondere die Sprachenvielfalt, die in Spanien herrscht, ist ein Indiz für die kulturelle Vielfalt des Landes. Sprachferien Spanisch eignen sich sehr gut, um die Sprache und Kultur des Landes hautnah kennenzulernen.

In Spanien kennt man zwar nur eine Amtssprache, die im gesamten Staatsgebiet angewendet wird, das Kastilische. Dennoch gibt es weitere Sprachen, die von Minderheiten gesprochen werden und in einzelnen Regionen Spaniens den Status der zweiten Amtssprache beanspruchen können. Zu den wichtigsten Sprachen zählen das Katalanische, das Galicische und das Baskische.

Katalanisch wird insbesondere im Nordosten Spaniens, in der autonomen Gemeinschaft Katalonien, und auf den Balearen gesprochen. Verwandt ist das Katalanische mit dem Spanischen nur indirekt. Beide Sprachen haben einen lateinischen Ursprung, haben sich aber getrennt voneinander entwickelt. Das Galicische hat ebenfalls einen lateinischen Ursprung. Entwickelt hat sich die Sprache unter den einfacheren Leuten, die in der Region Galicien ansässig waren und dem Lateinischen ihren eigenen Stempel aufdrückten. Dabei ähnelt das Galicische dem heutigen Portugiesisch mehr als dem Spanischen. Interessant ist insbesondere, dass das Galizische in der Zeit vom 12. bis 15. Jahrhundert die Wahlsprache vieler Dichter war, die an spanischen Höfen für die Unterhaltung der Adeligen sorgten.

Das Baskische wiederum nimmt unter den Sprachen Spaniens eine ganz besondere Stellung ein: Es ist keine indogermanische Sprache und über die Verwandtschaften mit anderen Sprachen wird unter Forschern gestritten. Die Vermutung, dass sich das Baskische gänzlich isoliert entwickelt hat, liegt nahe. Gesprochen wird Baskisch heute immer noch im spanisch-französischen Grenzgebiet entlang der Atlantikküste.


Die Gitanos – Musiker mit Leib und Seele


„Gitanos“ – das ist der Name einer bedeutenden Minderheit, die in Spanien ein Zuhause gefunden hat. Geläufiger als der spanische Name dürfte dem Deutschen die Bezeichnung „Roma“ sein. Berühmt sind die Kalé, einer der ethnischen Untergruppen der Gitanos, vor allem durch ihren Einfluss auf die spanische Musik. Die Entwicklung des Flamencos haben sie wesentlich mitbeeinflusst, indem viele von ihnen dem Musizieren zum Verdienen des Lebensunterhaltes nachgingen.